Akupunktur kennt jeder, aber was ist NPSO? Die Neue Schmerz- und Organtherapie (NPSO) geht davon aus, dass kleine Hautflächen auf dem Unterschenkel den ganzen Körper repräsentieren. Anders als bei der Akupunktur behandeln NPSO-Therapeuten ihre Patienten aber nicht mit Nadeln, meist reicht ihnen Licht, um Schmerzen zu lindern.
Anwendungsgebiete der NPSO
Die NPSO wurde in den 1980er Jahren ursprünglich entwickelt als Schmerztherapie. Dank kontinuierlicher Weiterentwicklung ist sie heute aber ein Verfahren zur Behandlung von Schmerzen und organischen Beschwerden gleichermaßen. Dies spiegelt sich auch im Namen der „Neuen Punktuellen Schmerz- und Organtherapie“ wieder. Sie lindert Schmerzen, fördert Entzündungsabbau, Entkrampfung und Durchblutung. Außerdem regt sie den Stoffwechsel an.
Methode und Therapie: Licht statt NadelnDie von Rudolf Siener begründete NPSO ist eine somatotopische Methode wie etwa die Ohr-Akupunktur. Das heißt, eine kleine Körperregion – im Falle der NPSO der Unterschenkel – wird behandelt. Sie repräsentiert den gesamten Körper. Doch die NPSO ist mehr als ein Mikro-Aku-Punkt-System: Experten bezeichnen sie als energetische Reflexzonentherapie. Die NPSO ist eine sehr schonende Methode im Vergleich zur Akupunktur, die Nadeln einsetzt. NSPO-Therapeuten dagegen behandeln mit einfarbigem Licht und ist für den Patienten deshalb völlig schmerzfrei. Nur in besonders hartnäckigen Fällen injiziert der Therapeut das Schmerzmittel Procain in die so genannten Maximal Energetischen Punkte (MEP).
Auf dem von Siener entdeckten Somatotop „Unterschenkel“ verlaufen Energetische Linien (EL), die es mit den Schmerzzentren und Organen verbinden. An ihnen orientiert sich der Therapeut auf der Suche nach den MEPs, die die schmerzende oder erkrankte Körperregion am Unterschenkel repräsentieren. Er misst dort den Hautwiderstand und prüft auch, ob der Patient auf Druck reagiert. Die Maximal Energetischen Punkte sind nur auffindbar, wenn tatsächlich Beschwerden im repräsentierten Körperareal bestehen. Hat der Therapeut die für den jeweiligen Patienten relevanten MEPs gefunden, behandelt er sie mit Hilfe eines Monolux-Gerätes, meist mit rotem Licht. Das Monolux-Gerät wurde speziell für die NPSO entwickelt. Es erzeugt einfarbiges Licht, jeweils in einer bestimmten Wellenlänge. Für die NPSO eignet sich vor allem Rotlicht mit einer Wellenlänge von 650 Nanometern, es besteht aber auch die Möglichkeit, mit anderen Farben zu therapieren. Dauer und HeilungserfolgDen Therapieerfolg bemerken Patient und Behandler in der Regel sofort – der Schmerz lässt nach. Das zeigt sich auch bei Bewegungsübungen hinterher: die Haltung ist besser und die Bewegungen flüssiger. Manchmal gelingt eine völlige und andauernde Schmerzfreiheit schon nach der ersten Behandlung. Oft führen mehrere Behandlungen zu einem besseren Ergebnis, da der Patient sich dadurch auch eine längere Ruhephase gönnt und die betroffenen Areale nicht gleich überlastet. Vor allem bei starken akuten Schmerzen setzt der Therapeut zwei Behandlungen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen an. Am zweiten Tag sind die Schmerzen schon deutlich geringer und können gezielt nachbehandelt werden. In etwas größeren Intervallen behandelt der Therapeut chronische Schmerzen, bis sie ganz verschwinden.
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